Geeignete Materialien
Welche Putze, Wandbeläge und Steinarten für die Isofin-Behandlung geeignet sind — und welche Materialien die Trocknung der Wand dauerhaft behindern.
Geeignete Putze und Wandbeläge — und ungeeignete
Wie im Kapitel „…wodurch trocknet die feuchte Wand" (S. 36) erläutert, findet die Wasserverdunstung von Wänden einige Millimeter unter der Wandoberfläche statt. Das heißt, das Wasser muss ungehindert bis hierhin gelangen können. Bei unverputztem, sogenanntem Sichtmauerwerk, ist das kein Problem. Auch einige Putze sind offenporig, sodass das Kapillarwasser ungehindert aus dem Wandkern in den Putz eindringen und dort verdunsten kann. Kalkputz oder der festere Kalk-Zement-Putz sind derart offenporige Putze.
Sanierputz nimmt eine Sonderstellung ein. Er ist zwar offenporig, enthält aber zusätzlich zu den Kapillaren, mit kräftigem kapillarem Wassertransport, große Kugelporen (Schaumporen, Bild 31), welche den kapillaren Wassertransport verzögern. Sanierputz ist deshalb bereits nach kurzer Zeit an der Oberfläche trocken, weil er den Wassertransport aus dem Wandkern behindert und die geringere Wassermenge oberflächennah schneller verdunstet als Wasser nachgeliefert wird. Trotzdem ist der teuere Sanierputz durchaus die Wahl, wenn das Feuchteproblem schnell unsichtbar werden soll.
Zementputz hingegen hat sperrende Wirkung, wird daher auch oft als Sperrputz bezeichnet und enthält als solcher oft auch noch weitere sperrende Substanzen.
Er stellt, wie alle anderen sperrenden Maßnahmen, beispielsweise Dichtschlämme, Bitumen-, Lack- oder Latex-Anstriche, auf Wand-Innenflächen einen schweren bauphysikalischen Fehler dar. Alle Maßnahmen, welche die Wasserverdunstung verhindern, verhindern die Trocknung der Wand!
Welche Steine sind mit Isofin behandelbar
Um es kurz zu machen und eine mehrseitige Liste zu ersparen: Fast alle Steinarten, Natursteine (Bruchsteine) und Kunststeine (gebrannte Ziegelsteine, Kalksandsteine, Zementsteine, Schlackensteine usw.) können mit Isofin optimal hydrophobierend behandelt werden. Es gibt lediglich zwei Ausnahmen, bei denen Isofin nur eine mäßige Wirkung entwickelt, das ist natürliches Karbonatgestein (Kalktuff, Travertin, Marmor, Dolomit) und Sulfatgestein (Gips, Baryt).
Trotzdem kann Isofin auch im Mauerwerk aus Karbonat- und Sulfat-Gestein erfolgreich angewendet werden, wie das folgende Kapitel erklärt.
Welches Mauerwerk kann mit Isofin hydrophobiert werden
Mauerwerk besteht immer aus Steinen und Mörtel. Wobei als Mörtel ein Gemisch aus Kalk und Sand oder Kalk, Zement und Sand Verwendung findet. Mauermörtel wird typischerweise aus einem Raumteil (RT) Baukalk und drei Raumteilen Sand hergestellt. Er besteht also aus mehr als 75 % (Gewicht) aus Quarz- oder Schlackensand, mit dem Isofin eine optimale Hydrophobie aufbaut.
Das Isofin hat eine (rötlich dargestellte) wasserabstoßende Mörtelzone um die Steinbrocken aufgebaut.
Die Dochtwirkung, die vorher das Wasser in der Wand nach oben transportierte, ist unterbrochen. Mörtel und Steine in der Isofin-Zone und darüber trocknen aus.
Diese Wirkung ist völlig unabhängig davon, ob das Steinmaterial der Wand eine gute oder nur mäßige Hydrophobie entwickelt. Die Wand wird trocken.