Mögliche Fehler & FAQ
Kapitel 11 von 11 · Fehler

Mögliche Fehler

Was tun, wenn etwas nicht wie erwartet läuft? Hier finden Sie die häufigsten Fragen, typische Fehlerquellen und den direkten Kontakt zur Isofin-Beratung.

Lesefortschritt

Mögliche Fehler im Keller

Wenn Sie die Seiten 3–9 aufmerksam durchgelesen haben, werden Sie bei Feuchteschäden im Kellerbereich keine großen Überraschungen und Probleme erleben.

Sperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Bereich oberhalb des Erdreichs sind unproblematisch. Falls hierbei der Effekt auftritt, dass der Bereich oberhalb der Sperre zeitweise feuchter wird als vor der Sperrung, dann ist das immer auf Fehler im Fassadenbereich zurückzuführen. Sehen Sie sich dann nochmals das Kapitel „…bei undichtem Vorsatzschalenfuß" und die dortigen Bilder an. Allerdings muss ein Fassadenproblem nicht mit einer Vorsatzschale zu tun haben. Auch eine Fassade ohne Vorsatzschale kann soviel Regenwasser aufnehmen und im Mauerwerk nach unten leiten, dass das Mauerwerk oberhalb einer funktionierenden Horizontalsperre zu feucht wird. Die Gründe hierfür können Risse in der Fassade, verwitterte Fugen im Sichtmauerwerk oder verwitterter Putz sein.

Obwohl im Handel vielerlei Imprägniermaterialien angeboten werden, sollten Sie die Beurteilung der Wasseraufnahme von Fassaden (durch Messungen) und die Ausführung von Fassaden-Hydrophobierarbeiten einem Fachmann überlassen, wenn Sie Wert auf eine dauerhafte Problemlösung legen. Es gibt Abdichtungs-Fachfirmen, die für derartige Arbeiten eine 40-jährige Gewährleistung übernehmen und das auch können!

Mir sind Fassaden bekannt, die immer wieder im Abstand von 2–3 Jahren imprägniert wurden, von Malern, Maurern und Heimwerkern, und nach einer Behandlung durch einen Hydrophobier-Fachbetrieb nunmehr seit über 40 Jahren problemfrei sind.

Sperren unterhalb der Erdoberfläche sind mit Isofin ebenfalls unproblematisch, wenn man die entsprechenden Kapitel sorgfältig gelesen hat und wie dort beschrieben handelt.

Bedenken Sie jedoch, dass Sie mit Isofin nur abdichten, also dafür sorgen, dass kein weiteres Wasser in die Wand eindringen kann. Das bereits in der Wand vorhandene Wasser muss nach den Sperrarbeiten aus der Wand verdunsten! Hier dürfen Sie nicht zu ungeduldig sein. Je besser der Luftaustausch ist — je besser Sie den Raum lüften — desto schneller werden feuchte Wände trocken. Die Austrocknung ist nach 2–3 Monaten deutlich sichtbar und in der Regel nach ca. 6 Monaten abgeschlossen.

Vor völliger Austrocknung darf die feuchte Wand nicht mit sperrenden Putzen oder verdunstungsbehindernden Farben (Latex, Lack- oder Ölfarbe) behandelt und auch nicht gefliest werden. Auch andere Maßnahmen, welche die Wasserverdunstung behindern, wie z. B. Wand-Verkleidungen mit Holz, dürfen erst nach völliger Austrocknung erfolgen.

Gipskartonplatten oder Gipsputz sollten Sie als Wandverkleidung im Kellergeschoss grundsätzlich vermeiden.

Wenn Sie Wände im Kellergeschoss verputzen wollen, nehmen Sie — wie unsere Vorfahren — ganz normalen Kalkputz. Kalk ist von Natur aus biophob, das heißt z. B. schimmelpilzabwehrend.

Falls Sie eine fundamentüberspannende Bodenplatte im Kellergeschoss haben und sich trotzdem in einer oder mehreren Innenwänden Feuchteschäden zeigen, lesen Sie bitte nochmals die Seiten 36–40.

Mögliche Fehler im nichtunterkellerten Bereich

Für Horizontalsperren im nicht unterkellerten Bereich gilt das Gleiche wie im Keller bei oberirdischer Sperrung (s. vorige Seite).

Bedenken Sie, dass bei Gebäuden, die nicht auf einer fundamentüberdeckenden Betonplatte stehen (Bild 142), auch die tragenden und nicht tragenden Innenwände Kontakt zu dem feuchten Fundament haben und daher ebenfalls gesperrt werden müssen.

Bei fundamentüberdeckenden Bodenplatten (Bild 143) ist das anders. Hier kommen nur die Außenwände mit feuchtem Erdreich in Kontakt. Die Innenwände stehen auf der Beton-Bodenplatte und sind hierdurch vom Erdreich abgeschirmt.

Bild 142 und 143: Wassereintritt ohne und mit fundamentüberdeckender Bodenplatte im nichtunterkellerten Bereich
Bild 142 — Ohne fundamentüberdeckende Bodenplatte: möglicher Wassereintritt an Außen- und Innenwänden. Bild 143 — Mit fundamentüberdeckender Bodenplatte: nur Außenwände haben Erdreichkontakt, Innenwände sind abgeschirmt.

Häufig gestellte Fragen und die Antworten für eilige Leser

Die Isofin-Flaschen liefen in wenigen Minuten leer

Sie haben Mauerwerk aus Hohlkammersteinen. Die Isofin-Flaschen sind dann sehr schnell leer. Das ändert aber nichts an der Wirksamkeit und Funktion von Isofin. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 70 + 71.

Ich habe Mauerwerk aus Hohlblocksteinen

Isofin funktioniert auch problemlos in Bims- oder Beton-Hohlblocksteinen. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 70 + 71.

Funktioniert Isofin auch in Gitterziegeln?

Isofin funktioniert auch problemlos in Gitterziegeln und anderen Hohlkammersteinen. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 70 + 71.

Sind Isofin-Sperren auch im Naturstein-Mauerwerk möglich?

Auch Naturstein-Mauerwerk lässt sich problemlos mit Isofin abdichten. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 98 + 70.

Wirkt Isofin auch im Mauerwerk aus Suevit-Naturstein?

Ja, auch Suevit-Mauerwerk lässt sich mit Isofin abdichten. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 69 + 70.

Das Mauerwerk sieht nach der Isofin-Anwendung nasser aus

Isofin verdrängt das Porenwasser in andere Porenbereiche, auch in Richtung Wandoberfläche. Bei grobporigen Baustoffen führt das innerhalb von Minuten zu einer nasser aussehenden Wand. Das ändert sich aber innerhalb weniger Stunden, da das Wasser an der Wandoberfläche sehr schnell verdunstet. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 36 + 37.

Muss ich den Putz vor oder nach der Isofin-Anwendung entfernen?

Putz müssen Sie nur dann entfernen, wenn er entweder zerstört, stark versalzen oder für Innenräume ungeeignet ist. Ungeeignete Putze, Dichtschlämme und ähnliche für Wasserdampf undurchlässige Wandbeläge müssen allerdings unbedingt entfernt werden, damit die Wand austrocknen kann. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 37 + 39.

Benötige ich nach der Isofin-Anwendung noch einen Spezialputz?

Nein, die Isofin-Wirkung ist perfekt. Sie benötigen daher keinerlei zusätzliche Mittel oder Maßnahmen, um die Abdichtungswirkung zu unterstützen. Auch keinen „Spezialputz". Lesen Sie bitte die Details hierzu auf Seite 39.

Benötige ich noch eine Dichtschlämme wie bei anderen Produkten?

Auf gar keinen Fall. Das wäre der größte machbare Fehler, denn Sie würden damit die Trocknung der Wand verhindern.

Wenn bei einer Abdichtungsmaßnahme, beispielsweise der Erstellung einer Horizontalsperre, zusätzlich eine Dichtschlämme gefordert wird, dann können Sie davon ausgehen, dass die eigentliche Abdichtung nur mangelhaft funktioniert. Mit der zusätzlichen Dichtschlämme soll dieser Mangel versteckt werden!

Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 25 + 26 „Negativ-Abdichtungen" und die Seite 39 „Putze".

Wie nass darf die Wand vor der Isofin-Anwendung sein?

Der Baustoff darf wassergesättigt sein. Das heißt, die Poren dürfen zu 100% mit Wasser gefüllt sein. Isofin verdrängt das Porenwasser in andere Wandbereiche und verteilt sich im Baustoff wie vorgesehen. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 27 + 28.

Alle Wände sind durch die Isofin-Sperren trocken geworden, nur die Nische unter der Kellertreppe nicht. Muss ich dort noch mal sperren?

Nein, Sie müssen nicht noch einmal abdichten, sondern nur mehr Geduld zeigen. In Nischen unter Kellertreppen und in anderen strömungsarmen Bereichen dauert die Wasserverdunstung und damit die Trocknung der Wand deutlich länger als bei gut luftumströmten Wänden. Wenn Sie die Trocknung in der Treppennische beschleunigen wollen, stellen Sie dort einen kleinen Ventilator auf, damit die Luft in Bewegung kommt. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 36 + 37.

Ich habe auch schon mal Pfützen im Keller. Hilft Isofin auch dagegen?

Wenn Sie eine undichte Wasserleitung ausschließen können, dann kommen nur 2 Ursachen in Betracht.

Erstens: Kondenswasser, welches sich flächig auf der Wandoberfläche bildet und an der Wand herunterläuft (nur an schwülwarmen Tagen). Das können Sie leicht überprüfen, indem Sie Ihre Hand auf die Wand legen. Ist die Hand danach nass, dann haben Sie ein Kondenswasser-Problem durch ungeeigneten Putz und dahinter eine nasse Wand. Hier ist eine Isofin-Abdichtung angesagt! Zum Putz lesen Sie bitte Details auf den Seiten 37–39.

Zweitens: Drückendes Wasser (wenn Sie keine nasse Hand bekommen), das eine sogenannte Kombisperre verlangt.

Eine Isofin-Kombisperre besteht aus einer Isofin-Sperre gegen die Kapillarfeuchte im porösen Baustoff und einer Verpressung der Kanäle, Spalten, Arbeitsfugen und Risse im Bauwerk, durch die Druckwasser fließt.

Die Isofin-Sperre können Sie selbst erstellen. Die Verpressung der Druckwasserdurchflüsse sollten Sie unseren Druckwasser-Experten überlassen. Diese haben nicht nur die hierfür notwendige Erfahrung, sondern verfügen auch über die notwendigen Geräte und systemkonformen Materialien. Beispielsweise über das einzige Spezial-Epoxidharz „PoroSec Pox 2U", welches nicht nur störungsfrei unter Wasser aushärtet, sondern auch an hydrophobierten Baustoffen haftet. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 11–13.

Fragen Sie in einem Druckwasser-Fall nach einem unserer Druckwasser-Spezialisten, der Ihren Fall diagnostiziert und Ihnen ein kostenloses Angebot erstellt.

Wie lange dauert die Trocknung nach der Isofin-Behandlung?

Die Trocknungszeit für Wände ist von vielen Faktoren abhängig und daher praktisch für jedes Objekt ein wenig anders.

Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass Kellerwände nach der Isofin-Behandlung nach 3–4 Monaten soweit abgetrocknet sind, dass sie angestrichen werden können. Die maximale Austrocknung dauert im Schnitt 5–7 Monate. Wände oberhalb des Erdreichs, beispielsweise im Bodenbereich von nicht unterkellerten Gebäuden, benötigen etwas weniger als die Hälfte dieser Zeiten, da die Wasserverdunstung auf beiden Wandseiten stattfindet. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 36 + 37.

Kann ich die Trocknung durch ein Trocknungsgerät beschleunigen?

Ein elektrisches Trocknungsgerät, ein sogenannter Kondenstrockner, entfernt Feuchtigkeit aus der Luft. Er erzeugt also eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit und sorgt somit dafür, dass die Verdunstung des Wandwassers konstant hoch bleibt.

Die Verdunstungszeit (Trocknungszeit) wird gegenüber einer guten natürlichen Raumbelüftung jedoch praktisch nicht verändert.

Der Kondenstrockner hat andere Vorteile: Er macht Sie unabhängig davon, für eine optimale Raumlüftung zu sorgen. Außerdem findet auch an klimatisch schlechten Tagen, also in schwülwarmen Zeiten, noch eine unverändert hohe Verdunstung statt.

Eine Beschleunigung der Trocknung erreichen Sie, indem Sie mit einem Ventilator eine ständige Luftbewegung vor der nassen Wand erzeugen. Lesen Sie bitte Details hierzu auf den Seiten 36 + 37.

Wer hilft Ihnen, wenn Sie nicht mehr weiterwissen?

Falls Sie Ihren Feuchteschaden in diesem Buch nicht beschrieben finden sollten, oder nicht sicher sind, ob es sich bei Ihrem Schaden um einen der beschriebenen Schäden handelt, hilft Ihnen gern der für Sie zuständige Isofin-Anwendungsberater, der Ihnen Isofin angeboten hat, oder unsere Hotline (Telefonberatungsstelle).

Sie können uns auch gern Ihr Problem faxen oder per E-Mail beschreiben. Sie können uns auch Schadenbilder an die E-Mail anhängen.

Telefon-Hotline: 0800 66 48 209  |  E-Mail: info@isofin.de

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Aus dem Fachbuch »Das Handbuch für trockene Wände« von Hans-Jürgen Krein — Erfinder des Isofin-Verfahrens, über 65 Jahre Erfahrung im Bautenschutz. 9. erweiterte Auflage. Zuletzt aktualisiert: Juni 2026.

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