Isofin® selbst anwenden
Kurzanleitung: Horizontalsperre und Flächensperre (Vertikalsperre)
In drei Schritten zur Sperre gegen kapillare Feuchtigkeit. Zum Nachlesen, auch direkt an der Wand.
Auf einen Blick
- Bohrloch
- 10–12 mm, schräg nach unten (ca. 45°)
- Ansetzen
- 10–15 cm über dem Fußboden
- Abstand
- 25 cm, bei gegossenem Beton 12,5 cm
- 1 Flasche
- reicht für ca. 40 cm Wandstärke
- Trocknen
- Ventilator jederzeit, Trocknungsgerät erst nach 14 Tagen
Das brauchen Sie
Keine Spezialausrüstung, kein Fachwerkzeug.
- Bohrmaschinemit Steinbohrer 10–12 mm
- Maßbandfür die 25-cm-Abstände
- Stiftzum Anzeichnen der Bohrlöcher
- Isofin®-FlaschenMenge aus dem Mengenrechner
- Mörtel und Spachtelzum Verschließen der Löcher
- Schutzbrille, Handschuhebeim Bohren und Einsetzen
Wo Sie bohren: die Abstände
Je Wand brauchen Sie eine der beiden Sperren. Welche, zeigt Ihnen der Mengenrechner.
Horizontalsperre: eine Reihe am Wandfuß
- Seitlicher Abstand 25 cm.
- Die erste Bohrung 10–12 cm neben der Wandecke.
- In jede Ecke zusätzlich 1–2 Bohrungen mit Flasche: Dort muss mehr Mauerwerk getränkt werden.
Flächensperre (Vertikalsperre): ein Raster über die Wand
- Über die ganze erdberührte Wand, waagerecht und senkrecht 25 cm Abstand.
- Jede zweite Reihe versetzt.
- Das Raster reicht bis zum Kellerboden und schließt die Horizontalsperre damit ein.
Betonwände
Bohrung erstellen

- Den Bohrer 10–15 cm über dem Fußboden ansetzen.
- Schräg nach unten bohren, etwa 45°. Durchmesser 10–12 mm.
- Das Bohrloch endet bei etwa zwei Dritteln der Wanddicke, rund 10 cm unter dem Fußboden.
Flasche einsetzen

- Den Flaschenverschluss gegen den Injektionsverschluss tauschen.
- Die Flasche in das Bohrloch stecken.
- Je nach Wandstärke Isofin® einlaufen lassen. Eine volle Flasche reicht für etwa 40 cm Wandstärke. Bei dünneren Wänden genügt ein Teil: Die Wandstärken-Skala an der Flasche zeigt, wie viel.
Wie lange dauert das? Je nach Stein wenige Minuten bis zu 10 Tage. Beides ist normal.
Bohrloch verschließen
- Ist die Flasche leer oder hat sie die nötige Menge abgegeben, die Flasche herausziehen.
- Das Bohrloch mit etwas Mörtel verschließen.
So sieht das aus
Fotos von Kunden, die Isofin® selbst angewendet haben.

HorizontalsperreBohrlöcher in einer Reihe am Wandfuß 
HorizontalsperreFlaschen stecken, alle 25 cm 
FlächensperreBohrlöcher im versetzten Raster 
FlächensperreFlaschen über die ganze Wand
Danach: die Wand abtrocknen lassen
Wichtig: Isofin® verhindert, dass neue Feuchtigkeit in die Wand kommt. Das Wasser, das schon im Mauerwerk ist, muss noch verdunsten.
- Isofin® braucht etwa 2–3 Wochen, um sich in der Wand zu verteilen.
- Regelmäßig lüften.
- Ein Ventilator hilft jederzeit: so aufstellen, dass die Luft an der Wand entlang streicht.
- Ein Trocknungsgerät erst nach 14 Tagen, und nur, wenn Sie nicht gut lüften können.
- Die Ecken trocknen zuletzt. Etwas Geduld, sie werden auch noch trocken.
Die häufigsten Fragen
Wie lange dauert es, bis die Flasche leer gelaufen ist?
Das hängt davon ab, wie porös und wie nass der Stein ist. Je poröser, desto schneller läuft Isofin® ein. Je nasser, desto langsamer: Das Wasser in den Poren muss erst verdrängt werden. Bei sehr feinporigem, sehr nassem Stein kann es bis zu 10 Tage dauern.
Ist eine Flasche auch nach 10 Tagen noch nicht leer (sehr selten), bohren Sie wenige Zentimeter daneben ein neues Loch und geben den Rest dort hinein.
Meine Steine haben Hohlkammern. Isofin® war in wenigen Minuten weg. Wirkt es trotzdem?
Ja. Isofin® fließt zuerst bis zur nächsten Mörtelfuge darunter und tränkt sie. Aus diesem Speicher verteilt es sich gleichmäßig in der Wand. So entsteht trotzdem eine durchgehende Sperre.


Isofin® (grün) in Gitterziegeln: links am Anfang, rechts danach.
Ich habe Bruchstein. Beim Bohren fühlte es sich an wie ein Hohlraum, die Flaschen waren schnell leer. Ist das schlimm?
Nein, die Wirkung leidet nicht. Meist sind Sie gar nicht auf einen Hohlraum gestoßen, sondern auf große, weiche Mörtelfugen. Bruchstein hat im Wandkern viel Mörtel.
Was muss ich bei Betonwänden beachten?
- Stampfbeton behandeln Sie wie Mauerwerk. Er ist sehr porös, die Flaschen laufen oft in wenigen Minuten leer. Das ist normal.
- Gegossener Beton (zum Beispiel Stahlbeton): alle 12,5 cm bohren, je Loch die halbe Menge. Das ist mehr Arbeit, braucht aber nicht mehr Isofin® als Mauerwerk.
- Flächensperre in gegossenem Beton: auch senkrecht 12,5 cm Abstand, je Loch ein Viertel der Menge.
Nach 8 Wochen sind die Wände trocken, nur die Ecken nicht. Was tun?
Nur noch etwas warten. Die freien Wandflächen können über eine große Fläche verdunsten. Das Wasser aus den Ecken muss erst dorthin wandern. Das dauert länger, die Ecken werden aber auch noch trocken.
Wie lange braucht Isofin®, um sich zu verteilen? Wann darf das Trocknungsgerät rein?
Isofin® braucht für eine gute Verteilung etwa 2–3 Wochen. Ein Trocknungsgerät stellen Sie erst nach 14 Tagen auf. Einen Ventilator dürfen Sie jederzeit nutzen.
Verkürzt ein Trocknungsgerät die Trockenzeit?
Nur bedingt. Die Wand trocknet, indem Wasser an der Oberfläche verdunstet. Dadurch wird die Raumluft feuchter und die Verdunstung langsamer. Gutes Lüften oder ein Trocknungsgerät senkt die Luftfeuchte wieder.
Ein Trocknungsgerät hilft also nur, wenn Sie nicht gut genug lüften können oder die Außenluft warm und feucht ist, etwa im Sommer. Wie schnell das Wasser aus den Poren an die Oberfläche wandert, ändert es nicht.
Schneller geht es mit einem Ventilator, der die Luft an der Wand entlang bläst. Das zieht das Porenwasser schneller an die Oberfläche.
Schwierigere Fälle stehen ausführlich im Online-Handbuch.



